Stress Teil 4 – Kleine Übungen für den Alltag

In Teil 3 habe ich beschrieben, wie Du mit emotionalem Stress umgehen kannst. Im vierten und letzten Teil der Serie zum Thema ‚Stress‘, erhältst Du Anregungen, was Du in Deinen Tagesablauf einbauen kannst, um bewusster und achtsamer zu werden.

1.       So startest Du entspannt in Deinen Tag
Nimm dir morgens etwas Zeit für Dich. Stelle Dir den Wecker 30 Minuten früher. Ich weiß, das mag für den einen oder anderen von Euch schrecklich klingen, ich verspreche Euch aber, dass diese Zeit richtig genutzt sich positiv auf Euren ganzen Tag auswirken wird. Nutze diese Zeit ausschließlich für Dich, um ruhig und ohne Hektik in den Tag zu starten. Schaue in dieser Zeit auf keinen Fall auf Dein Smartphone oder in Deine E-Mails. Diese Zeit ist nur für Dich und den Moment reserviert. Suche Dir einen ruhigen Ort, an dem du vielleicht meditierst, Atemübungen machst, etwas Inspirierendes liest oder einfach nur in der Stille bist. Genieße diese Zeit und sei dankbar dafür und offen alles, was Dir der neue Tag bringen wird. Du wirst feststellen, dass mit einem solchen bewussten Start Dein ganzer Tag gelassener und positiver verlaufen wird. 30 Minuten, die sich wirklich lohnen.

2.       Raus aus Deinen Routinen
Da wir zu 95% von unserem Unterbewusstsein gesteuert werden, ist es gut, wenn wir öfter mal unser Unterbewusstsein fordern, indem wir bewusst bestimmte Routinen ändern. Das können ganz einfache Dinge sein, z.B. ziehe Dich einmal in einem anderen Ablauf an: zuerst die Strümpfe dann die Unterhose, oder so; Frühstücke morgens mal etwas anderes; Fahre mal einen anderen Weg zur Arbeit. Immer wenn wir von unseren Routinen abweichen, tun wir diese Dinge wieder bewusster und kommen somit heraus aus unserem Autopiloten.

3.     Kleine Auszeiten für zwischendurch
Kurze Zeiten der Ruhe – und mögen es nur wenige Minuten sein – helfen Dir während des Tages, immer wieder zur Ruhe zu kommen und Deine Mitte zu finden. Setze Dich hierfür einfach aufrecht hin und atme einige Male tief bis in Deinen Bauchbereich ein und wieder aus. Das Schöne hierbei ist, dass Du das überall und ohne großen Aufwand tun kannst. Das tiefe Ein- und Ausatmen signalisiert Deinem Herzen und Deinem Gehirn, dass Du in Sicherheit bist, wodurch Dein Organismus automatisch in einen ruhigen und entspannten Zustand gebracht wird.

4.       Wenn Du isst, isst Du
Wann hast Du das letzte Mal richtig bewusst gegessen? Also ohne Handy, Fernsehen und auch ohne Gespräche beim Essen zu führen? Oft ist Essen bei uns nur noch Nahrungsaufnahme, ohne dass wir uns wirklich bewusst machen, was wir da gerade essen und wie die einzelnen Nahrungsmittel schmecken. Sonst würden wir wahrscheinlich auf Fertiggerichte oder industriell hergestellte Nahrung vollkommen verzichten. Versuche doch einmal, bewusster zu Essen. Was natürlich 2 Dinge bedeutet. Erstens: Beim Essen ohne Ablenkung das Essen und jeden Bissen zu genießen. Und zweitens: Wähle Deine Nahrungsmittel bewusst aus. Immerhin ist unsere Nahrung der Stoff, der uns antreibt und auch gesund hält.
Ein schöner Nebeneffekt hierbei ist es, dass wir auch mit dem Essen aufhören können, wenn wir satt sind, was sich positiv auf unserer Waage wiederspiegelt 😉.

5.       Sei dankbar
Wir nehmen sehr häufig alles um uns herum als gegeben hin und sind dann überrascht, wenn plötzlich das eine oder andere nicht mehr so für uns funktioniert wie wir es erwarten oder es nicht mehr da ist. Aus diesem Grund sollten wir in unserem Leben besonders auch für die gewöhnlichen und kleinen Dinge dankbar sein und diese zu schätzen wissen. Dankbarkeit muss nicht immer das ausgesprochene Wort sein, es kann auch eine Geste oder der Gedanke sein, der Deine Dankbarkeit zeigt.

6.       Sei hilfsbereit
Der Mensch ist ein soziales Wesen und wir können ohne sozialen Kontakt nicht leben oder uns positiv entwickeln. Viele Studien zeigen, dass durch unsere Hilfe und Unterstützung anderer Menschen bei uns selbst Glücksgefühle und eine innere Zufriedenheit entstehen.

7.       Beende Deinen Tag entspannt
Beende Deinen Tag so wie Du ihn gestartet hast – in Ruhe. Lass auch hier nicht Dein Smartphone, Deine E-Mails oder den Fernseher den letzten Impuls sein, den Du hast, bevor Du ins Bett gehst. Nimm dir nochmals Zeit für Dich. Lass Deinen Tag nochmals an Dir vorbeiziehen. Schreib Dir vielleicht das eine oder andere positive Erlebnis auf. Hast Du eine neue interessante Erfahrung gemacht? Vielleicht hat sich während des Tags auch die eine oder andere Frage in Dir gezeigt, oder Du musst noch eine Entscheidung treffen? Nimm vor dem Einschlafen nochmals einige tiefe Atemzüge und gib die Frage oder Entscheidung im Vertrauen an das Universum ab. Dann kannst Du ruhig einschlafen und erhältst über Deine Intuition die richtigen Impulse, vielleicht schon im Traum oder am folgenden Tag.

Falls Du nicht alles gleich versuchen möchtest, bau doch den einen oder anderen Tipp in Deinen Tag ein. Schau mal, was das mit Dir und Deinen Mitmenschen macht und wie es sich für Dich anfühlt. Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Spaß und Inspiration beim Umsetzen.

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